Wieso du nicht jeden Auftrag annehmen solltest

Im letzten Blog-Artikel habe ich dir erzählt, wie eine Zusammenarbeit mit mir abläuft – beginnend beim Kennenlern-Gespräch, vom Angebot, dem Start-Workshop (um dein Angebot, Wie, Werte und Warum zu ergründen und auch über Farben, Formen, Schriften und Symbole zu sprechen), gefolgt von der Konzeption und den Entwürfen, den Korrekturdurchläufen, der Reinzeichnung (nachdem du mir die finale Freigabe erteilt hast) und endend mit der Übergabe der vereinbarten Daten.

Dort habe ich auch erwähnt, dass die Gestaltung eines unkonventionellen Marketing-Werkzeugs für mich immer voraussetzt, dass wir beide festgestellt haben, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Und dass ich hinter dem stehen kann, was du machst bzw. anbietest.

Ich bin nicht die richtige Grafikdesignerin für jeden!

Und das ist auch gut so. Mit dieser Aussage geht es mir nicht darum, meine Zielgruppe so spitz als möglich zu positionieren. Ich habe in den letzten 8 Jahren meiner Selbstständigkeit einfach bestimmte Erfahrungen gemacht, die ich jetzt bei der Auswahl meiner Kund*innen konsequent für mich umsetze.

Ich sehe schon ein großes Fragezeichen über deinem Kopf erscheinen, weil du noch nicht weißt auf was ich konkret hinaus will. Und du bist neugierig, wer denn jetzt meine Kund*innen sind – und möglicherweise auch, ob du dazu gehören könntest.

Meine Kund*innen sind Menschen, die ein sinnorientiertes Business haben…

Und was soll denn das jetzt heißen, fragst du dich vermutlich. Das erkläre ich dir sehr gerne.

Ein sinnorientiertes Business bedeutet für mich, dass der Hauptzweck deines Business nicht ist, so viel Geld als möglich zu verdienen. (Natürlich will ich mit meinem Business auch Geld verdienen, das ist klar – doch darum geht es nicht nur. Das ist quasi ein Nebeneffekt, der sich aus meiner Tätigkeit ergibt.) Ich möchte mit Selbstständigen, Coaches und Unternehmer*innen zusammenarbeiten, die anderen Menschen in irgendeiner Form einen Mehrwert liefern.

Sei es ein entspannendes Gefühl während oder nach einer Massage. Eine weiterbringende Idee während eines Coachings. Oder auch ein passendes Möbelstück, dass den Wohnraum nicht nur verschönert, sondern auch bequem und nachhaltig ist.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du dir über deinen eigenen Mehrwert schon im Klaren? Welchen Mehrwert gibst du Menschen, die in dich und dein Angebot investieren? Kommunizierst du das auch entsprechend nach außen, um die Menschen zu erreichen, die dein Tun zu schätzen wissen und bereit sind, in sich zu investieren und deinen Mehrwert zu bezahlen?

Mein Ziel bei der Gestaltung von unkonventionellen Marketing-Werkzeugen ist es, dass dein Wunschkunde immer noch an dich denkt, wenn du längst im Feierabend bist!

Dahinter steckt weit mehr als auf den ersten Blick sichtbar ist. Denn ich begleite dich durch einen Wachstums-Prozess, der während unserer intensiven Zusammenarbeit stattfindet. Dabei gehen wir richtig in die Tiefe. Und alle Erkenntnisse, Inspirationen und Ideen aus dieser Entwicklung kannst du – jetzt gleich oder später – für dich nutzen. Sei es im Gespräch mit Kund*innen, bei der Erstellung deiner Webseite oder beim Schreiben von Social-Media-Posts, etc.

… mit dem sie es wirklich ernst meinen.

Wichtig ist mir jedoch nicht nur, dass es sich um ein sinnorientiertes Business handelt, sondern die Menschen sollen es mit ihrem Business auch wirklich ernst meinen. Hm. Was steckt denn jetzt hinter dieser Formulierung? Warum betone ich das so?

Manche Menschen betreiben eher ein bezahltes Hobby als ein Business. Und das ist auch völlig in Ordnung – jede*r darf tun, was für sie oder ihn richtig ist. Doch Menschen, die es mit ihrem Business wirklich ernst meinen, sind bereit in sich zu investieren. Natürlich gibst du bei einer Investition erst einmal Geld aus – schlussendlich hat sie zukünftig einen besonderen Nutzen für dich. Meine Arbeit soll dir mehr Umsatz bringen als du in mich investiert hast. Mein Tun liefert dir einen Mehrwert – bringt dir also mehr Wert als du an finanziellem Energieausgleich gibst.

Suchst du dir deine Kundinnen und Kunden ganz bewusst aus?

Oder hält dich diesbezüglich noch irgendwas zurück? Hast du möglicherweise Angst, dass du dann zu wenig Einkommen kreieren würdest?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen, dass es sehr wichtig ist, sich ganz bewusst die Menschen auszusuchen, mit denen man zusammen arbeiten möchte – und das gleich von Beginn an zu kommunizieren. Mit der Zeit kann und wird sich das ändern, weil du selbst dich ja auch weiterentwickelst. Nimm deine Kund*innen mit auf den Weg deiner Entwicklung. Lass sie daran teilhaben. Und schaut dann gemeinsam, ob ihr noch zusammen passt. Möglicherweise kannst du sie ja mit deinem neuen Angebot noch viel besser unterstützen als es vorher der Fall war.

Die Qual der Wahl! Oder doch nicht?

Genau genommen ist es keine Qual, sondern eine ganz bewusste Wahl. Eine Entscheidung, die ich für mich treffe. Und im Sinne der Menschen, mit denen ich zusammen arbeite – jetzt und künftig.

Würdest du mit einer Person zusammen arbeiten wollen, von der du weißt, dass sie nicht hinter dem stehen kann, was du tust oder anbietest? Alleine beim Schreiben dieser Frage fühle ich schon eine Enge in mir. Wie geht es dir damit?

Fakt ist: Wenn ich nicht hinter dem stehen kann, was du tust, kann ich das Projekt – um was auch immer es sich gerade handelt – nicht visuell und haptisch umsetzen.

Handle ich dann trotzdem entgegen meinem Bauchgefühl, entstehen krampfige und unschöne Situationen für beide Seiten. In mir blockiert etwas und die Ideen zeigen sich nicht wie sie es sonst tun.

Und du fühlst dich vermutlich weder gesehen noch verstanden von mir – auch wenn möglicherweise oberflächlich betrachtet etwas optisch Ansprechendes dabei entstehen könnte. Doch nur „schön“ bringt dich ja auch nicht weiter.

Abgesehen von Frust auf beiden Seiten läuft es vermutlich darauf hinaus, dass wir die Zusammenarbeit an einer bestimmten Stelle abbrechen, weil es mittlerweile so deutlich geworden ist, dass es zwischen uns beiden einfach nicht passt. Egal wie gut wir uns möglicherweise sonst verstehen. Das ist dann einfach verlorene Zeit und Energie für beide Seiten. Und das will ich weder dir noch mir antun.

Dein unkonventionelles Marketing-Werkzeug soll dich zeigen, deine Werte und dein Warum. Das ist der Anspruch, den ich an mich habe. Und von dem rücke ich auch nicht mehr ab.

Nimm dir die Freiheit und kreiere dir dein Business!

Ich habe mich anfangs als „externe Grafikabteilung“ für andere Selbstständige und Unternehmer*innen präsentiert. Und mein Angebot war der gesamte Bauchladen, der alles beinhaltete, was auch nur irgendwie mit Grafikdesign zu tun hatte.

Ich blockierte mich damit. Mir war damals nicht bewusst, dass ich es mir gerade selbst schwer machte, indem ich mir einredete, dass ich auch wirklich jeden Auftrag annehmen muss – egal von wem und sei der Auftrag auch noch so klein.

Auch heute noch hadere ich an bestimmten Punkten immer mal wieder mit mir, was die Auswahl von Kund*innen betrifft. Natürlich habe ich mich verändert und bin mir bewusst, wie wichtig es ist, dass ich nicht mehr jeden Auftrag annehme.

Doch wir alle kennen ja dieses nette Stimmchen in unserem Kopf, das uns verunsichern möchte – aus welchen Gründen auch immer. Gerade vor oder während größerer Entwicklungsschritte nehme ich es besonders intensiv wahr. Als würde mich da jemand prüfen wollen, ob ich es wirklich ernst meine.

Wenn wir mal ganz ehrlich sind: Diese Situationen schaffen wir uns doch selbst – wie auch immer wir das gerade hinbekommen haben. Doch lass uns weggehen von einer möglichen negativen Gedanken-Spirale, die sich aus dieser Erkenntnis gerade entwickeln könnte. Richten wir lieber unseren Blick auf einen viel produktiveren Gedanken. Wenn ich solche großen Herausforderungen schon selbst hervorbringen kann: Welche Möglichkeiten und hilfreichen Kräfte verbergen sich da wohl noch in mir, die mich dabei unterstützen können, mein Business so zu kreieren, wie es für mich richtig ist? Und wen möchte ich dabei an meiner Seite haben, um schneller vorwärts zu kommen?

Wenn du dich in meinem Text wiedergefunden hast und nun konkret schauen möchtest, ob ich die richtige Grafikdesignerin für dich bin, melde dich bei per Mail bei mir!

One thought on “Wieso du nicht jeden Auftrag annehmen solltest

  • Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Dass wir nicht mit jedem Arbeiten können und sollten. Das bringt beide Seiten nicht weiter und führt zu schlechten Ergebnissen. Das sehe ich in meiner Tätigkeit auch. Finde ich toll, dass du da so konsequent bist und auch deine InteressentInnen hier mitnimmst bei der Frage ob sie zu dir passen.

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